Shopping im Schlussverkauf: Wie wirkt sich das Web 2.0 auf die Umsatzerlöse im Einzelhandel aus?

Folgende Situation, die sicherlich die ein oder andere Frau kennt: Ich bin in einem Modegeschäft und habe im Schlussverkauf ein super Kleidungsstück gefunden. Glücklicherweise gab es das Teil noch in meiner Größe. Alles super. Bis die Verkäuferin an der Kasse mich auf einen Materialfehler hinweist. Sie entschuldigt sich und schaut in ihrem System nach, ob es den Blazer noch ein zweites Mal in meiner Größe gibt. Ja, ich habe Glück. Es gibt noch einen zweiten. Die Verkäuferin weist mich jedoch gleich darauf hin, dass die Daten im System möglicherweise nicht aktuell sind.
Gut, dann abwarten, ob sie das zweite Exemplar findet. Während ich an der Kasse stehe und warte, denke ich nach. Hoffentlich gibt es den Blazer noch ein zweites Mal in meiner Größe. Da ich gerade in einer fremden Stadt bin, kann ich nicht einfach ein paar Tage später wiederkommen.
Nun, Handy gezückt. Freies WLAN gibt es hier ja, ich bin ja nicht in Deutschland. Also schaue ich schnell nach, ob ich den Blazer ggf. auch online bestellen kann. Ich finde ihn, geht also. Allerdings gibt es dort nicht den Sonder-Rabatt, aber immerhin könnte ich ihn auch online bestellen.
Ich habe jedoch Glück: Die Verkäuferin kommt kurze Zeit später mit dem zweiten Exemplar, ohne Materialfehler zurück. Also, noch mal Glück gehabt. Ich bezahle und verlasse freudestrahlend das Geschäft.
An diesem Beispiel kann man sehen, dass wir als Kunden jederzeit schnell übers Smartphone schauen können, ob ein Produkt anderweitig noch verfügbar ist. Vor allem auch können wir den Preis vergleichen. Allerdings hätte ich den Blazer nicht gekauft, wenn das zweite Exemplar nicht verfügbar gewesen wäre und ich kein Smartphone besitzen würde. Dann hätten also weder Einzelhandel noch Onlineshop Umsatzerlöse erzielt. Und ich wäre sicherlich nicht gut gelaunt aus dem Geschäft gekommen.
Wäre das zweite Exemplar nicht verfügbar gewesen, hätte ich den Blazer auf jeden Fall sofort mit Hilfe meines Smartphones übers Internet bestellt. So hätte wenigstens der Onlineshop des Unternehmens einen Umsatzerlös erzielt. Und die Laune wäre besser gewesen als im oberen Fall. Das sind aber jetzt ganz schön viele „wenn“ und „was wäre wenn“.

Fazit: Ende gut alles gut? Schauen wir mal!

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