Bilanzsumme – Was sagt sie aus?

Vorstände einer Bank werden von ihresgleichen immer zuerst nach der Bilanzsumme gefragt. Was bei einer Bank möglicherweise noch eine gewisse Aussagekraft haben könnte, ist bei vielen Unternehmen anderer Branchen keinesfalls aussagekräftig.
Die Bilanzsumme gibt lediglich an, wie hoch auf der Aktivseite die Summe aus Anlage- und Umlaufvermögen ist. Auf der Passivseite ergibt sich durch die Addition des Eigen- und Fremdkapitals der gleiche Betrag. Die Bilanzsumme hängt also erheblich davon ab, ob das Unternehmen das Betriebsgebäude gemietet hat oder selbst Eigentümer ist. Bei einem produzierenden Unternehmen mit Vorräten an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird die Bilanzsumme in der Regel höher sein als bei einem Dienstleistungsunternehmen.
Wenn ein Dienstleistungsunternehmen beispielsweise das Bürogebäude gemietet hat und ansonsten nur geringes Anlage- und Umlaufvermögen hat, wird die Bilanzsumme sehr niedrig sein.
Die Bilanz alleine ist also nicht aussagekräftig. Für einen tieferen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist ein Blick in die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Cashflowrechnung erforderlich.

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