Forschungsrichtungen in der Empirie

Was ist der Unterschied zwischen quantitativer und qualitativer Forschung?

Sobald sich Doktoranden über ihre Dissertation unterhalten, taucht unter anderem die Frage auf, ob die empirische Forschung quantitativ oder qualitativ ist. Anfangs sind einige Doktoranden damit überfragt. Auch ich habe nach verständlichen Definitionen lange gesucht und bin fündig geworden: Das Buch „Wissenschaftliches Arbeiten von Abbildung bis Zitat“ (2013) von Berit Sander.
Quantitative Forschung  ist demnach eine überprüfende Forschungslogik, die Hypothesen und Theorien anhand der Realität testen. Ziel ist dabei die möglichst genaue Beschreibung des Verhaltens in Form von Zusammenhängen, Modellen sowie zahlenmäßigen Ausprägungen. Die Forschungslogik folgt einem naturwissenschaftlichen Forschungsverständnis. Quantitative Studien verwenden statistische Methoden zur Analyse eines relativ großen Datensatzes.
Qualitative Forschung hingegen ist eine entdeckende Forschungslogik, die auf die Erzielung  der Entdeckung sowie Entwicklung von Theorieaussagen ausgerichtet ist. Ziel ist in diesem Fall das Erkennen soziologischer, psychologischer, wirtschaftlicher sowie weiterer Zusammenhänge. Diese Forschungslogik folgt einem geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverständnis. Qualitative Studien untersuchen relativ kleine Stichproben, was im Extremfall eine Fallstudie sein kann.
Sollte es mir nicht gelungen sein, den Unterschied klar darzustellen, kann ich die Lektüre des oben genannten Buches (genauer gesagt Seite 45-46) empfehlen. Dort werden die Merkmale der beiden Forschungsrichtungen ausführlicher beschrieben.

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