Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt: Erste Praxiserfahrungen seit Einführung der neuen Rechtsform

Vor fünf Jahren wurde die Rechtsform der Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt, besser bekannt als „1-Euro-GmbH“ (oder Mini-GmbH) eingeführt. Seither wurden zahlreiche Unternehmen mit dieser Rechtsform gegründet. Im Gegensatz zur GmbH, bei der ein Mindeststammkapital von 25.000 EUR erforderlich ist, kann eine UG bereits mit 1 EUR Startkapitel gegründet werden. Allerdings müssen jährlich 25 % des Gewinns in die Rücklagen eingestellt werden, bis diese 25.000 EUR betragen. Dann erfolgt die Umwandlung in eine GmbH.
Eine Studie der Universität Jena waren zum 1. November 2013 knapp 100.000 Unternehmen in der Rechtsform der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) im Handelsregister eingetragen. Dieser Eindruck wird negativ, sobald man in die Insolvenzstatistik blickt: Zum 30. September 2013 waren ca. 1.300 Unternehmen in der Mini-GmbH insolvent.
Der Grund für die zahlreichen Insolvenzen der Neugründungen war unter anderem die mangelnde Kapitalausstattung der Start-ups. Gerade in den ersten Jahren benötigen Unternehmen eine Kapitalbasis, um größere Anfangsinvestitionen tätigen zu können.
Doch es gibt auch Erfolg, die verzeichnet werden können: In der Studie der Universität Jena wird festgestellt, dass immerhin ca. 6.300 Unternehmergesellschaften zum 1. November 2013 in eine „klassische“ GmbH übergegangen sind.

Weitere Informationen zur Studie der Universität Jena finden Sie >> hier.

Quelle: Wolf, Thomas: Praxiserfahrungen mit der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), BBK 2014, Seite 187-196

Den vollständigen Aufsatz von Wolf finden Sie in der Datenbank des NWB-Verlags.

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