Berufshaftpflichtversicherung: Schutz für Wirtschaftsprüfer

Berufshaftpflichtversicherung für Wirtschaftsprüfer – Eine unerlässliche Schutzmaßnahme

Wirtschaftsprüfer sind ein wichtiger Teil der Geschäftswelt. Dank ihrer Beratung können Unternehmen aus den verschiedensten Branchen ihre Bilanzen deutlich verbessern oder beispielsweise finanzielle Unterstützung finden, von der sie vorher nichts wussten.

Allerdings bedeutet diese Tätigkeit auch große Verantwortung gegenüber den Mandanten. Selbst der beste Wirtschaftsprüfer weiß nicht ständig über sämtliche finanziellen Fördermöglichkeiten Bescheid, auf die ein Mandant potentiell Anspruch haben könnte. Ebenso kann ein Fehler bei der Bilanzprüfung passieren. Eine fehlerhafte oder unvollständige Beratung kann dementsprechend auch zu beträchtlichen Vermögensschäden des Mandanten führen. Für diese haftet der zuständige Wirtschaftsprüfer in vollem Umfang. Da die Schadensersatzansprüche ohne weiteres sehr hohe Summen erreichen können, benötigt jeder Wirtschaftsprüfer laut Gesetz eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung.

Der Zweck einer Berufshaftpflichtversicherung für Wirtschaftsprüfer

Eine Berufshaftpflichtversicherung sorgt dafür, dass Wirtschaftsprüfer für die Begleichung von berechtigten Schadensersatzforderungen nicht selbst aufkommen müssen. Dies wäre auch kaum möglich, da solche Summen den Umfang eines typischen Privatvermögens deutlich übersteigen  würden. Falls es zu einem echten Schadensfall kommt, werden die Schadensersatzansprüche durch den Versicherer reguliert. Dieser unterstützt den Versicherten auch bei anderen Sachverhalten, etwa wenn sich die Schadensersatzforderungen gegen den Wirtschaftsprüfer als unbegründet erweisen.

Der Leistungsumfang einer Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung schützt sowohl die berufliche als auch die private Existenz von Wirtschaftsprüfern. Im Leistungsumfang sind u.a. die folgenden Aspekte enthalten:

  • Bei berechtigen Schadensersatzansprüchen gegen einen Wirtschaftsprüfer reguliert die Versicherung den Schaden. Die Versicherungssumme wird bei mindestens 1.000.000 € pro Versicherungsfall angesetzt, in Abhängigkeit vom vereinbarten Versicherungsumfang und dem versicherten Risiko.
  • Der Versicherungsnehmer kann sowohl eine Einzelperson als auch eine Firma mit mehreren Angestellten sein. Diese sind in vollem Umfang mitversichert, ebenso wie Sozien aus anderen Branchen, die mit dem Versicherungsnehmer kooperieren. Im Umkehrschluss löst allerdings auch ein Fehlverhalten der Angestellten oder Sozien den Versicherungsfall aus.Der Versicherer hilft dem Versicherten bei der Abwehr von unberechtigten Schadensersatzforderungen. Falls die Angelegenheit vor Gericht verhandelt wird, ist eine Rechtsberatung Teil des Versicherungsumfangs. Die Gerichtskosten sowie etwaige Anwaltshonorare sind darin ebenfalls enthalten.
  • Es kann vorkommen, dass Vermögensschäden erst nach mehreren Jahren durch den Mandanten festgestellt werden. Auch die Haftung für solche verzögerten Schadensfälle ist mitversichert. Für die Bearbeitung ist das genaue Datum relevant, an dem der Fehler begangen wurde, der zum Schaden führte (Verstoßprinzip), sowie es auch bei den anderen Kammerberufen wie Steuerberatern und Rechtsanwälten gilt.

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