Steuerberateränderungsgesetz ermöglicht Syndikus-Steuerberatern selbstständige Berufsausübung

Die Ausübung der Steuerberater-Tätigkeit ist auf unterschiedliche Weise möglich. Die einen arbeiten selbstständig, die anderen schließen sich zum Zwecke einer gemeinschaftlichen Berufsausübung zu verschiedenen Gesellschaftsformen zusammen. Wiederum andere sind als Syndikus-Steuerberater in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt.

Bis vor kurzem durften Syndikus-Steuerberater, die als Angestellte in einem Unternehmen tätig sind, ihre Zulassung nicht aufrechterhalten. Die Möglichkeit eines zusätzlichen Verdienstes als selbstständiger Steuerberater war somit nicht gegeben. Durch das Inkrafttreten des Achten Steuerberateränderungsgesetzes (8. StBerÄndG) wurde diese Bestimmung jedoch wieder aufgehoben.

Informationen zur Bestellung bei einer Steuerberaterkammer

Steuerberater, deren Syndikus-Tätigkeit nicht die Pflicht zur unabhängigen und eigenverantwortlichen Berufsausübung beeinträchtigt, können ihre Bestellung bei der zuständigen Steuerberaterkammer aufgeben. Hierfür muss ein spezieller Antrag gestellt werden.
Die einzelnen Steuerberaterkammern halten auf ihren Internetseiten die hierzu vorgeschriebenen Vordrucke bereit. Diese beinhalten eine unwiderrufliche Arbeitgebererklärung, welche den Syndikus-Steuerberater dazu berechtigt, seinen Arbeitsplatz zur Wahrnehmung eines Mandats uneingeschränkt verlassen zu dürfen. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Steuerberater trotz seiner Anstellung in dem Unternehmen, seine Pflichten als selbstständiger Steuerberater ebenfalls nicht verletzt.

Für die selbständige Tätigkeit bedarf es auch einer entsprechenden Berufshaftpflicht, die sich dem Grunde nach nicht von der eines Vollzeitsteuerberaters unterscheidet.  Da Syndikus-Steuerberater in der Regel aber geringe Umsätze erzielen, bieten sich Angebote von Versicherern an, die hierfür entsprechende Nachlässe auf den Beitrag anbieten. So gibt es Angebote von unter 100 € Jahresprämie für die Berufshaftpflichtversicherung für Steuerberater auf Basis der Mindestversicherungssumme.

Info: Durch die Mitgliedschaft in einer Steuerberaterkammer werden Steuerberater auch zu einem Mitglied des jeweiligen berufsständischen Versorgungswerks. Dies bringt die Verpflichtung mit sich, den entsprechenden Mindestpflichtbeitrag zu zahlen.

Wann eine parallele Selbstständigkeit nicht möglich ist

Einige Unternehmen fordern von ihren Syndikus-Steuerberatern, dass diese ihnen ihre Arbeitszeit und -kraft in einem sehr hohen Maße zur Verfügung stellen. In einigen Fällen führt die geforderte Bereitschaft dazu, dass die Pflichten, die ein selbstständiger Steuerberater wahrzunehmen hat, nur mit Einschränkungen möglich wären. Die parallele selbstständige Berufsausübung ist dann nicht mehr möglich.

Comments

  1. Hi! Kann man wie bei http://www.der-onlinesteuerberater.de die neuesten Einträge abonnieren?

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