Was ist die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung?

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) ist ein Verein, der seit dem 1. Juli 2005 kapitalmarktorientierte Unternehmen prüft. Die DPR wurde aufgrund diverser Bilanzskandale der vergangenen Jahre gegründet. Die gesetzliche Grundlage der DPR finden sich in § 342ff. HGB.

Zu den Aufgaben der Prüfstelle für Rechnungslegung gehören die Prüfung der Jahresabschlüsse sowie Lageberichte von Unternehmen, die gem. § 2 Abs. 1 S. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes an der Börse in Deutschland zugelassen sind (vgl. hierzu § 3423 b Abs. 2 HGB). Dabei wird geprüft, ob das Unternehmen die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung eingehalten hat, wenn das Unternehmen nach HGB bilanziert.

Wenn ein Unternehmen sich weigert, an einer Prüfung durch die DPR mitzuwirken, informiert diese die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (§ 342 b Abs. 6 S. 1 Nr. 2 HGB). Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und werden mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 EUR belegt (§ 342 e Abs. 2 HGB).

Die Finanzierung der Prüfstelle ist in § 342d HGB geregelt. Demnach schießt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht der Prüfstelle die voraussichtlich entstehenden Kosten vor. Die Prüfstelle ist jedoch verpflichtet, einen Wirtschaftsplan aufzustellen, der im Einvernehmen mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu erstellen ist.

Die DPR legt jedes Jahr Prüfungsschwerpunkte fest. So gehören zu den Schwerpunkten für 2014 unter anderem der Goodwill-Impairment-Test sowie Unternehmenszusammenschlüsse.

Homepage der DPR: http://www.frep.info/

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