Bewirtung eines Geschäftspartners – worauf achten

Bei Geschäftsessen finden in aller Regel  abschließende Verhandlungen über mögliche Kooperationen oder Verkäufe statt. Diese Essen sind so wichtig, dass selbst der Gesetzgeber anerkennt, dass es sich um unverzichtbare Betriebsausgaben handelt, die deshalb zumindest in Teilen steuerlich absetzbar sind.

Was ist eine Bewirtung?

Die Bewirtung wird in R 4.10 der Einkommensteuerrichtlinien erläutert: Es handelt es sich um die Kosten für den Verzehr von zubereiteter Nahrung, Getränken und sonstigen legalen Genussmitteln. Laut § 4 Abs. 4 Einkommensteuergesetz (EStG) kann es sich diesen um den Gewinn mindernde Betriebsausgaben handeln, die von der Steuer abgesetzt werden dürfen. Nicht gewerbliche Freiberufler können diese analog laut § 9 EStG als Werbungskosten behandeln. Keine Bewirtung sind hingegen sogenannte „Gesten der Höflichkeit“. Wer etwa bei einem Termin Kekse und Kaffee anbietet, führt keine Bewirtung durch. Gleiches gilt, wenn man aus geschäftlichen Gründen Waren aus der Produktion zur Verkostung anbietet.

Steuerliche Behandlung von Bewirtungen

Der Gesetzgeber unterscheidet folgendes:
–    privaten, betrieblich bedingte und geschäftlich veranlasste Bewirtungen.

Geschäftlich veranlasst ist eine Bewirtung, wenn Geschäftsfreunde oder potenzielle Geschäftsfreunde zum Essen oder Drinks eingeladen werden. Hinzuzurechnen sind auch deren Mitarbeiter. Von diesen Bewirtungskosten dürfen laut § 4 Abs. 5 Satz 2 höchstens 70% abgesetzt werden. Als Belege muss folgendes angegeben werden:
–    Ort, Datum, Anlass sowie Anzahl der Teilnehmer
–    Angaben zum Anlass
–    Rechnung

Anschließende Veranstaltungen

Häufig endet ein Termin mit einem Geschäftspartner nicht mit der Bewirtung. Oft geht es noch in die Oper oder ins Theater. Viele Unternehmen wollen die entsprechenden Kosten ebenfalls als Betriebsausgaben absetzen. Dem schiebt der Gesetzgeber allerdings meist einen Riegel vor.
Die Eintrittskarten gelten als Geschenke. Deren steuerliche Behandlung wird durch EStG 4 Abs. 5 Satz 1 behandelt.
Demnach dürfen Geschenke an Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis mit dem Steuerpflichtigen stehen, nicht steuerlich geltend gemacht werden.
Ausnahme:
–    Die Kosten belaufen sich unter 35€.

Webtipp:
–    Die-buchhaltung.de (Nähere Infos zu korrekten Abrechnungen)
–    IHK Stuttgart  Tabelle: steuerliche Angaben nach Rechnungshöhe

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