US-GAAP – wie geht es weiter?

Zuletzt zum Jahreswechsel 2011/2012 wurde vorhergesagt, dass die US-amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde SEC US-GAAP abschaffen und durch IFRS ersetzen würde. Die Realität sieht heute anders aus:

Mittlerweile hat man sich zumindest aus US-Sicht vom hehren Ziel einheitlicher globaler Bilanzierungsstandards verabschiedet und spricht „nur noch“ von größtmöglicher Vergleichbarkeit. Es wird also wohl nur „US-GAAP mit IFRS-Einschlag“ geben.

Seit Dezember 2012 hat darüberhinaus der PCC (Privat Companies Council) seine Arbeit aufgenommen. Seine Aufgabe besteht u.a. darin, die bestehenden Standards dahingehend zu überprüfen, inwieweit Erleichterungen für Unternehmen geschaffen werden können, die nicht bei der SEC registriert sind. Man spricht in den USA bereits von „big GAAP“ und „little GAAP“.

Zu guter (?) Letzt beabsichtigt der AICPA (US-Berufsverband der Certified Public Accountants) bis Ende des ersten Quartals 2013 ein eigenständiges Bilanzierungsrahmenwerk für kleinere Unternehmen vorzulegen, die nicht nach GAAP bilanzieren müssen – vergleichbar in etwa der deutschen Einheitsbilanz.

Quintessenz: US-GAAP wird nicht aufhören, zu existieren – im Gegenteil, es wird facettenreicher!

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