Immobilienpreise steigen weiter

Die Immobilienpreise in Deutschland zeigen sich von den europaweiten Krisen gänzlich unbeeindruckt. Während in vielen anderen Bereichen Unsicherheit und Angst teilweise lähmende Effekte haben, sind in Deutschland im Mai 2012 die Preise für Immobilien weiter gestiegen.

Es sind gerade und ganz besonders die täglichen Meldungen über die Probleme des Euros, die zur Preisentwicklung für Immobilien beitragen. Schon seit Monaten ziehen die Immobilienpreise jeden Monat um rund 0,5 Prozent an, ein Ende der Tendenz ist nicht abzusehen. Michael Kiefer, als Leiter der Immobilienbewertung bei Immobilienscout24 tätig, nennt als Gründe für die steigenden Preise günstiges Baugeld und einen spürbaren Nachfrageüberhang. Die Situation des Euros kommt für den Spezialisten hinzu.

Steigende Preise lassen auch Skeptikern Raum für Befürchtungen, dass die Preisentwicklung womöglich zu einer Blase führen könnte, die irgendwann platzt. In zahlreichen Publikationen war bereits nachzulesen, dass die Gefahr bestehe, die Stabilität des Immobilienmarktes könne durch die aktuelle Entwicklung empfindlich gestört werden. Man kann jedoch annehmen, dass dies nicht der Fall sein wird, denn in den letzten Jahren sind die Immobilienpreise einer stetigen Seitwärtsbewegung gefolgt. Die Tatsache, dass nun der Trend nach oben geht, dürfte eher dazu führen, dass der Markt belebt wird. Dennoch ist zu beobachten, dass in einigen Regionen die Preise stark von denen am Markt abweichen. Wenn unterschiedliche Faktoren zusammen wirken, kann davon eine gewisse Gefahr ausgehen. Die Abweichungen betreffen aber im Wesentlichen Mittelstädte, Großstädte zeigen sich konstanter.

Einerseits droht immer dann Gefahr, wenn die Immobilienpreise schneller steigen als die Mieten. Das ist seit Monaten der Fall, zumindest in den deutschen Metropolen. Andererseits reicht der Blick auf das Verhältnis von Mieten und Kaufpreisen nicht aus, um sich ein vollständiges Bild zu machen. Man muss immer auch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage berücksichtigen, und hier zeigt sich der erwähnte Nachfrageüberhang stabilisierend.

In einigen Gebieten zeichnet sich ab, dass für Immobilien bereits die oberen Preisgrenzen erreicht sind. Dort wird es für Verkäufer schwer, den gewünschten Preis für ihre Immobilie zu erhalten. Käufer hingegen müssen damit rechnen, dass je nach Marktstimmung der Wert ihrer Immobilie in Zukunft sinkt. Vor dem Erwerb einer Immobilie ist es zudem sinnvoll, sich das Gutachten eines Immobilienbewerters einzuholen. Der bloße Glaube daran, dass der Preis gerechtfertigt ist, sollte nicht den Ausschlag über eine Kaufentscheidung geben. Ein erfahrener Sachverständiger für Immobilienbewertung ist Matthias Kirchner. Der Spezialist mit viel Erfahrung betätigt sich vornehmlich im Raum Nordbayern, dem südlichen und westlichen Gebiet in Nordrhein-Westfalen sowie in Sachsen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten Kirchners gehören neben der Immobilienbewertung die Ermittlung von Mietpreisen und die Beratung rund um das Thema Immobilien.

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