Altersvorsorge bei Selbstständigen

Man mag es kaum glauben, aber viele Selbstständige sind in Deutschland von Altersarmut betroffen. Der Grund: Die Vorsorgemaßnahmen fürs Alter reichen bei vielen Selbstständigen nicht aus. Nur einige wenige Berufsgruppen sind auch als Freiberufler verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Die meisten jedoch haben die freie Wahl ob und wie sie für das Alter vorsorgen wollen.

Mit der Basisrente – besser bekannt als Rürup-Rente – können sich Selbstständige ein Polster für die Altersvorsorge schaffen. Bei der Rürup-Rente profitieren Selbstständige und Freiberufler von den steuerlichen Vorteilen in der Ansparphase. Bis zu 20.000 Euro lassen sich bei der Rürup-Rente als Vorsorgeaufwendung steuerlich absetzen. Wer mit seinem Ehepartner gemeinsam steuerlich veranlagt ist, kann sogar bis zu 40.000 Euro geltend machen. Die Basisrente folgt zwar dem Prinzip der gesetzlichen Rentenversicherung, doch die eingezahlten Beiträge fließen nicht in die laufenden gesetzlichen Rentenzahlungen ein, so dass die Rürup-Rente vom demografischen Wandel verschont bleibt.

Die Rürup-Rente eignet sich besonders für Selbstständige mit einem hohen Einkommen. Durch die staatlichen Fördermöglichkeiten sowie die jährlichen Steuervorteile sorgt die Rürup-Rente für deutlich höhere Rendite als andere Kapitalanlagen. Das angesparte Kapital ist auch bei Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder privater Insolvenz unantastbar und wird nicht als Vermögen angerechnet. Die Anbieter sind zu einer lebenslangen Rentenzahlung gesetzlich verpflichtet.

Nachteilig hingegen ist die nachgelagerte Besteuerung. Das heißt, bei Erreichen des gesetzlichen Rentenalters endet die Versicherungslaufzeit (Ansparphase) und es beginnt die Auszahlungsphase. Ab dann werden Steuern auf die ausgezahlte Basisrente fällig. Allerdings ist die Steuerbelastung bei älteren längst nicht so hoch wie bei jüngeren Menschen. Das heißt, die nachgelagerte Besteuerung muss nicht unbedingt als Nachteil betrachtet werden. Eine Vererbung des Guthabens aus der Rürup-Rente ist nur in Form regelmäßiger Rentenzahlungen möglich. Berechtigt sind Ehepartner und kindergeldberechtigte Kinder.

Andere Möglichkeiten zur Altersvorsorge wären beispielsweise der Aufbau eines Kapitalstocks durch eine Kapitallebensversicherung, die Investition in Immobilien oder andere Wertanlagen, die später im Alter verwertet werden können. Durch die regelmäßige Rücklage einer bestimmten prozentualen Sparquote bei jeder Einnahme können sich Selbstständige einen Kapitalstock aufbauen, der die Grundlage für die Altersvorsorge bilden sollte. Allerdings sollte das Kapital nicht nur auf dem Konto geparkt werden, sondern arbeiten und notfalls vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rente.com.

Speak Your Mind

*

*