Berufsunfähigkeit bei Selbständigkeit

Wer den Weg in die Selbständigkeit wagt, weiß, dass man sich als der eigene Chef um viele Vorsorgeleistungen selbst kümmern muss. Doch während viele Selbständige gezielt für das Alter vorsorgen, vernachlässigen viele den Umstand, dass eine Berufsunfähigkeit gerade für Selbständige ein ernstzunehmendes Risiko darstellt.

Gründe für Berufsunfähigkeit

Gerade wenn die Arbeit nicht körperlich anstrengend ist, denken viele, sie können kaum von Berufsunfähigkeit betroffen sein. So unterschätzen gerade Selbständige im Dienstleistungsbereich die Gefahren einer Berufsunfähigkeit. Dabei nehmen Erkrankungen des Bewegungsapparats und Rückenprobleme zu, manchmal bis zu dem Punkt, dass selbst eine Arbeit im Sitzen für längere Zeit unmöglich wird. Auch darf die psychische Komponente nicht vernachlässigt werden.
Besonders Selbständige arbeiten oft länger und unter großem persönlichen Druck. Dieser kann auf Dauer zu einer psychischen Erkrankung führen, etwa dem Burnout-Syndrom. Außerdem ist eine Selbstständigkeit häufig mit Zukunftsängsten verbunden, etwa der Befürchtung, dass sich die Auftragslage verschlechtert.
Tatsächlich nehmen psychische Erkrankungen als Ursache für Berufsunfähigkeit zu, sie machen inzwischen ein Drittel der Fälle aus. Daher ist eine Absicherung für Selbständige essentiell. Ohne private Vorsorge stehen sie bei Berufsunfähigkeit vor dem finanziellen Ruin. Hier kann nur eine private Berufsunfähigkeitsversicherung helfen.

Worauf sollten Sie achten?

Die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind besonders dann bezahlbar, wenn Sie noch jung und gesund sind. Denn ein höheres Einstiegsalter und Vorerkrankungen führen zu Risikozuschlägen. Auch ein risikoreiches Berufsfeld wirkt sich auf die Höhe der Beiträge aus.
Achten Sie beim Abschluss der Versicherung auf jeden Fall darauf, dass eine sogenannte abstrakte Verweisung ausgeschlossen wird. Sonst kann der Versicherer die Leistungen verweigern, wenn es Ihnen noch möglich ist in einem anderen Beruf zu arbeiten.

Was zahlt die BU-Versicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen bei einer mindestens 50%igen Berufsunfähigkeit eine vorher vereinbarte Rente. Die Höhe dieser Rente sollte sorgfältig festgelegt werden. Dazu sollten Sie sich überlegen, was Ihnen an Einkommen bei einer Berufsunfähigkeit noch zur Verfügung steht und wie hoch Ihr tatsächlicher finanzieller Bedarf ist. Die Differenz daraus – die sogenannte Vorsorgelücke – sollte durch die Berufsunfähigkeitsrente ausgeglichen werden.
Um einen günstigen und leistungsstarken Tarif zu finden, empfiehlt sich ein Versicherungsvergleich. Mit diesem können Sie den besten Tarif für Ihre Altersgruppe, Ihr Geschlecht und Ihre Berufsgruppe finden. Sichern Sie sich möglichst umfassend ab, da Ihnen als Selbständiger vom Staat kaum Leistungen zustehen.

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