Entlastung durch Ist-Versteuerung bleibt

Die Entlastung durch die Ist-Versteuerung für Unternehmer, sofern der jährliche Umsatz 500.000 EUR nicht übersteigt, wurde vorerst um ein Jahr bis Ende 2012 verlängert. Zwischen der Bundesregierung sowie dem Bundesrat sind sich in diesem Punkt einig. Ferner soll diese – bisher nur vorübergehende – Grenze womöglich unbegrenzt gelten.
Für kleine und mittlere Unternehmer bedeutet dies, dass sie auch künftig die Umsatzsteuer erst dann ans Finanzamt abführen müssen, wenn die Rechnung vom Kunden tatsächlich bezahlt wurde.
Eine dauerhafte Beibehaltung der Umsatzgrenze bei 500.000 EUR wäre durchaus wünschenswert. In der Vergangenheit hat die liquiditätsbelastende Soll-Versteuerung in einigen Fällen dazu geführt, dass Unternehmen aufgrund dieser Regelung in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Bei der Soll-Versteuerung muss die Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung ans Finanzamt abgeführt werden. Ließ sich der Kunde mit der Begleichung der Rechnung Zeit, musste das leistende Unternehmen die Umsatzsteuer praktisch vorstrecken.
Es bleibt abzuwarten, ob die Entlastung für kleine und mittlere Unternehmen verlängert wird. Meines Erachtens ist es wünschenswert, die Umsatzgrenze dauerhaft bei 500.000 EUR zu belassen.
Siehe hierzu auch den Artikel vom 20. Juni 2011: Zins- und Liquiditätsvorteil für Unternehmer bei Anwendung der Ist-Besteuerung

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 2. Juli 2011, Seite 26

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